Logo interreg
Logo Steiermark
Logo e-ems
Logo e-via

E-CarSharing, Mitfahrbörsen, kostenloses Parken für E-Fahrzeuge

von Pro eDrive

Weitere InterssentInnen: Energieagentur.at, e-Lugitsch, Stadtwerke Hartberg, Teo Bunta, Markus Pöltl

Erläuterung einer aktuellen Problemstellung

E-Auto-Fans haben eine ganze Reihe an Argumenten zur Hand, wenn es darum geht, Nicht-E-Auto-Fans von der E-Mobilität zu begeistern. Da sind die Emissionen, die beim Fahren nicht anfallen, die höhere Effizienz der Autos und nicht zuletzt der herzeigbare hohe Anteil an regenerativer Energie in Österreich. Zudem steigen die Reichweiten neuerer E-Fahrzeugmodelle, und wer Geld hat, zeigt das besser mit einem E-Fahrzeug als mit einem Sportwagen. Bei all jenen Personen, die zu den „Wenigfahrern“ zählen und die rein mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht auskommen, zahlt sich die Anschaffung eines E-Fahrzeuges aber schlicht und einfach nicht aus. In diesem Fall wird die Fragestellung nach Mitfahrbörsen oder E-CarSharing oft gestellt.

Erläuterung der Geschäftsidee

Die Firma pro eDrive in Graz besteht seit 2015 und stellt 2 Leih-E-Fahrzeuge für Interessenten zur Verfügung (Renault ZOE Q210, Nissan LEAF 24 kWh). Das Jahr 2015 war auch der Beginn von öffentlichen E-Ladestationen in der Stadt Graz. Mittlerweile hat bereits jedes der beiden E-Fahrzeuge über 200.000 Kilometer zurückgelegt und bisher jeden eDriver sicher ans Ziel gebracht. E-CarSharing mit pro eDrive funktioniert ganz einfach, indem man erstmalig ein Anmeldeformular ausfüllt, einen Termin für eine allumfassende Einschulung vereinbart, und sodann das gewünschte Fahrzeug bucht (und mit dem persönlichem Zugangsmedium öffnet). Alle Preise und Details werden online unter www.pro-edrive.at angeführt.

Erwarteter Mehrwert für mögliche Kunden

Heute braucht der durchschnittliche Österreicher nur 1 h pro Tag das Auto, daher macht CarSharing auch Sinn. Dezentrale Ladestellen und erneuerbare Energien sind die Grundvoraussetzung für einen funktionierenden E-CarSharing-Betrieb.

Ausblick auf Marktchancen

Laut einem Bericht des VCÖ – Mobilität mit Zukunft (Qu 1) geht hervor, wie bedeutsam der CarSharing-Gedanke in Österreich ist, denn in Österreich gibt es 1,4 Millionen Zweitautobesitzer, die im Schnitt mit ihrem Zweitauto nur rund 20 Kilometer pro Tag fahren. Es werden in Zukunft Konzepte mit dem Leitprinzip „Nutzen statt Besitzen“ verstärkt fokussiert werden müssen. Bei Sharing-Angeboten wird in der Softwareentwicklung zunehmend auf Künstliche Intelligenz zurückgegriffen. Sharing in der Region wird derzeit vielfach von engagierten Gemeinden und Initiativen am Leben gehalten, was jedoch auch zu einer starken Fragmentierung des Angebots führt, etwa in Bezug auf Tarifsysteme oder Zugangskriterien. Mobilitätsangebote sollen jedoch in jeder Situation verfügbar sein. Es braucht daher einheitliche, regionsübergreifende Systeme, die außertourliche Routenplanungen (wie zB Urlaubsfahrten) im Alltag ermöglichen. Eine weitere zentrale Voraussetzung ist die Schaffung von einem Finanzierungssystem, das nicht rein privatwirtschaftlich getragen wird.

In den Workshops des Innovationsforums für E-Mobilität wurden innovative Ansätze des E-CarSharings diskutiert. Darunter fällt beispielsweise der Trend des „Ridesharings“ oder des „Freefloatings“. Freefloating beschreibt den Prozess, der es ermöglicht, dass das Leih-E-Fahrzeug nicht immer an derselben Ausgangsposition zurückgegeben muss. Dafür ist es notwendig eine Reihe an lokalen Akteuren in den Prozess miteinzubinden. Beim Ridesharing hingegen steht die gemeinsame Nutzung eines Fahrzeuges für den Tranport von Personen von einem Ort zum anderen im Mittelpunkt. Dazu zählt das klassische private Teilen einer Autofahrt beispielsweise mit Freunden, Bekannten oder Kollegen, aber auch das Buchen einer Mitfahrgelegenheit über eine professionelle Vermittlungsagentur. Dadurch wird eine höhere Auslastung der Fahrzeuge erreicht und nebenher steht auch die Kontaktpflege durch das ständige Kennenlernen neuer Personen im Mittelpunkt.

Das E-CarSharing an sich hat nach wie vor sehr gute Marktchancen. Damit könnte auch das momentan groß diskutierte Thema Luftverschmutzung im städtischen Raum gelöst werden. In Zukunft werden vermehrt mobile Apps benötigt, die die Nutzung des E-CarSharings vereinfacht. Familien mit mehreren Autos & KMU’s im besonderen sollen für das Thema E-CarSharing in Zukunft sensibilisiert werden.


 
Logo e-ems

DE   SV