Logo interreg
Logo Steiermark
Logo e-ems
Logo e-via

Mit Ladestationen Geld verdienen

von Markus PÖLTL, Elektrotechnik E.U. MP eCharge

Weitere InteressentInnen: Firma e-Lugitsch, Sonnenstrom, Teo Bunta, Tourismus-VertreterInnen

Aktuelle Problemstellung:

Der Aufbau der E-Ladeinfrastruktur im ländlichen Raum erfolgt im Moment vor allem durch die Gemeinden sowie lokale Betriebe, daher ist das Angebot regional sehr unterschiedlich. Sind Regionen an der E-Mobilität interessiert, bieten oft unterschiedlichste AnbieterInnen (Energieversorgungsunternehmen, Handelsbetriebe, öffentliche Einrichtungen, …) E-Ladestationen in einer Gemeinde an und in anderen Regionen wiederum gibt es fast keine öffentlich zugängliche Ladepunkte. Damit ist eine großräumige Flächenabdeckung der E-Ladeinfrastruktur nicht gewährleistet.

Erläuterung der Geschäftsidee:

Markus Pöltl stellte im Rahmen von verschiedenen Workshops sein Business-Model vor. Bei diesem Business-Model unterscheidet man zwischen Schnelllader (Netzbetreiber), Gelegenheitslader (Unternehmen, die nicht extra zum Laden angefahren werden, sondern neben dem Hauptgeschäft anbieten) und private Stationen (zB Hoftankstelle mit Photovoltaik). Es gibt zahlreiche Privatpersonen mit großen PV‑Anlagen und Betriebe mit ausreichenden Anschlussleistungen, die einen Ladepunkt zusätzlich zur Verfügung stellen können. Gerade bei PV‑Anlagen mit auslaufenden Ökostromtarifen sind zusätzliche Einnahmen über den Ladestromverkauf interessant. Es müsste hier ein einfaches Abrechnungssystem (z.B. PlugSurfing) für die Anbieter von Ladepunkten eingeführt werden. Dieses sollte ohne hohe Zusatzkosten in den Wallboxen und Ladesäulen integriert werden können. Diese Ladepunkte werden in der Regel Drehstrom mit 11 oder 22 kW ausgeführt. Ein DC-Lader ist aufgrund der derzeit geringen Kundenfrequenz im ländlichen Raum nicht wirtschaftlich zu betreiben. Hier Bedarf es neuer Ansätze z.B. PV-Wechselrichter mit integrierter DC‑Lademöglichkeit, um die Schnellladung kostengünstig zur Verfügung stellen zu können. Ein weiterer Ansatzpunkt ist die Möglichkeit der Werbung auf dem Display der Ladesäule oder direkt im Bereich des Ladepunktes.

Erwarteter Mehrwert für mögliche Kunden:

Durch das Angebot des Ladepunktes wird eine höhere Kundenfrequenz z.B. bei Geschäften, Restaurants, touristischen Einrichtungen, … erzielt. Ein Teil der Finanzierung kommt somit von der Umsatzsteigerung und Attraktivierung des Standortes. Weitere Einnahmen entstehen durch den Stromverkauf und mögliche Werbeeinnahmen. Mit den dezentralen Lademöglichkeiten in Betrieben, bei Privaten und auf öffentlichen Plätzen kommt es zu einer Attraktivierung der E-Mobilität.

Ausblick auf Marktchancen:

Damit es zu einer breiten Umsetzung kommt, sollten die Ladestationen und Abrechnungssysteme einheitliche Standards erfüllen. Ein übergeordnetes Abrechnungs- und Reservierungssystem kann nur bei Ladestationen mit genormten Schnittstellen erfolgen. Hier bedarf es entsprechender Richtlinien, damit ein intelligentes Ladenetzwerk durch unterschiedliche Interessentengruppen errichtet werden kann.


 
Logo e-ems

DE   SV